»Die klassische documenta« von 1956. Arnold Bode und die Alten Meister

Kabinettausstellung im Schloss Wilhelmshöhe, 12. Januar bis 17. April 2016

Blick in den Rembrandt-Saal im Hessischen Landesmuseum, 1956, Archiv MHK
Blick in den Rembrandt-Saal im Hessischen Landesmuseum, 1956, Archiv MHK

Im Hessischen Landesmuseum in Kassel wurde nicht immer hessische Landes- und Kulturgeschichte ausgestellt. In seinen über 100 Jahren erlebte das Haus eine wechselvolle Nutzungsgeschichte.

Im Jahr 1956 wurden die aus der Kriegsauslagerung in Wien zurückgekehrten Meisterwerke der Kasseler Gemäldegalerie in einer Sonderausstellung im Hessischen Landesmuseum erstmalig wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Die Gestaltung der Ausstellung übernahm Arnold Bode, der im Jahr zuvor mit seiner Kunstinszenierung auf der documenta 1 im Kasseler Fridericianum Furore gemacht hatte.

Bodes völlig neuartige Präsentation der Alten Meister entfachte eine hitzige öffentliche Diskussion zwischen Traditionalisten und Erneuerern des Kunstbetriebs. Hieran offenbarte sich exemplarisch die zentrale Frage nach einer zeitgemäßen Inszenierung von Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg. Zum 60-jährigen Jubiläum der Sonderschau Alter Meister werden deren Geschichte und Hintergründe nachgezeichnet und Bodes Raumkonzept der Präsentation der Vorkriegszeit gegenübergestellt.

Arnold Bode vor Peter Paul Rubens‘ Triumph des Siegers, März 1956, Archiv MHK
Arnold Bode vor Peter Paul Rubens‘ „Triumph des Siegers“, März 1956, Archiv MHK

Autorin: Julia Carrasco

 

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