Gut hingebogen …

Die Auswahl der auszustellenden Objekte ist getroffen, die Ausstellungstexte sind geschrieben, und im Hessischen Landesmuseum in Kassel stehen die ersten Vitrinen. Zeit, sich mit den Vorarbeiten für die Montage der Ausstellungsobjekte zu befassen. Schon seit Wochen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma id3d-berlin gmbh in den Depots mit der Herstellung der sogenannten Krallenhalter beschäftigt. Das sind Halterungen aus Federstahl, die so an die Objekte angepasst werden, dass sie diese später in den Vitrinen halten können. Kurz zurechtgebogen und fertig? Keineswegs, wie beim Besuch der Museumseinrichter rasch deutlich wird.

Ein Arbeitsplatz.
Ein Arbeitsplatz.

Allein für die Sammlung Vor- und Frühgeschichte werden rund 1300 Krallenhalter hergestellt – eine Arbeit, die viel Geduld erfordert, und die man besser vor der eigentlichen Montage der Exponate in den Vitrinen erledigt – so Beatrix Grohmann von der Firma id3d-berlin. Tatsächlich ist viel Konzentration und Fingerspitzengefühl nötig. So dürfen die Objekte beim Anpassen des Drahtes natürlich nicht beschädigt werden. Die Krallenhalter müssen fest sitzen, aber auch praktisch unsichtbar sein. Und sie müssen so angebracht werden, dass die Exponate nach ihrer Montage wieder entnommen werden können. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass es für viele Exponate keine Standardlösung gibt.

Umso mehr sind wir gespannt auf das Ergebnis. Die Vorarbeiten sind in vollem Gange. Wir werden an dieser Stelle weiter darüber berichten.

Autoren: Beatrix Grohmann, Moritz Schulz, Andreas Sattler