Dem Sturm entgangen

Sammlung Angewandte Kunst

Der Altaraufsatz zählt zu den wenigen Altären Niederhessens, die den Bildersturm in Folge der sog. Zweiten Reformation, also dem Übertritt des hessischen Landgrafen Moritz zur Reformierten Kirche, überstanden haben. Das Kloster Ahnaberg, das auch als frühe Grablege der Landgrafen von Hessen diente, wurde 1527 durch Philipp den Großmütigen aufgehoben und das Gebäude schließlich 1879/80 abgebrochen. 1917 gelangte der Ahnaberger Altaraufsatz in das Hessische Landesmuseum, wo er  wieder von der Geschichte der Landgrafschaft erzählt.

Glanzstück!

k80219

Die prachtvolle vergoldete Silberkanne ist nicht nur eines der bedeutendsten Profangefäße des Spätmittelalters. Aus dem Silberschatz der Grafen von Katzenelnbogen im Jahr 1479 in den Besitz der Landgrafen von Hessen-Kassel gelangt, symbolisierte der so genannte Katzenelnbogische Willkomm noch ein Jahrhundert nach seiner Fertigung das Territorium der ehemaligen Grafschaft am Rhein. So wurde die Prunkkanne bei der Landesteilung  1567 Philipp dem  Jüngeren zugesprochen, als dieser die Niedergrafschaft Katzenelnbogen mit der Festung Rheinfels erbte. Mehr über das weitere Schicksal dieses Meisterwerks der Goldschmiedekunst und seine Bedeutung für die Landgrafschaft Hessen-Kassel können Sie im Hessischen Landesmuseum entdecken.  Wir heißen Sie Willkomm (en)!

Vorsicht zerbrechlich…

Langsam finden alle Objekte ihren Platz in den neuen Ausstellungsräumen des Hessischen Landesmuseums – von großen schweren Skulpturen, die nur mit entsprechendem Equipment und viel Manpower an ihren Platz gebracht werden können, bis hin zu fragilen Kunstwerken, die oft gerade einmal handtellergroß sind.

Zu letzteren zählt ein besonderes Meisterwerk der Steinschneidekunst: ein Bergkristallpokal des Mailänder Meisters Annibale Fontana.

k40716

„Vorsicht zerbrechlich…“ weiterlesen

willkomm(en) zurück

WilkommDer sog. Katzenelnbogische Willkomm aus vergoldetem Silber zählt zu den kunstvollsten und historisch bedeutungsvollsten Prunkgefäßen des deutschen Spätmittelalters. Der heute unbekannte Goldschmied gestaltete die schwere Schenkkanne nach dem Vorbild geböttcherter, weidenumflochtener Holzkannen und schmückte das „darstellende“ Tafelgerät zudem mit weiteren phantastischen Elementen. So sind etwa die Füße des Willkomms als Wachttürme gestaltet und der Ausguss als Greif mit ausgebreiteten Schwingen. An der festlichen Tafel diente die repräsentative Prunkkanne für heißen Gewürzwein zum Ausschank des Willkommenstrunks an die Gäste.

„willkomm(en) zurück“ weiterlesen

Von der Idee zum Meisterwerk – Stiftungen ermöglichen bedeutenden Ankauf für das Hessische Landesmuseum

»Paris« …
... und »Bacchantin« des Bildhauers Pierre Étienne Monnot (1657–1733).
… und »Bacchantin«.

 

 

 

 

Vergangene Woche war es soweit, die Kunstwelt blickte gespannt nach Kassel, als die beiden bislang unbekannten Terrakotta-Statuetten »Paris« und »Bacchantin« von Pierre Étienne Monnot (1657–1733) der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

„Von der Idee zum Meisterwerk – Stiftungen ermöglichen bedeutenden Ankauf für das Hessische Landesmuseum“ weiterlesen